25. Februar 2026

Immobilienmarkt Neukölln 2026: Stabilisierung, steigende Transaktionsdynamik und langfristiges Wertpotenzial

Neukölln gehört mit rund 330.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Bezirken Berlins und weist seit Jahren eine vergleichsweise junge und mit 157 verschiedenen Nationen eine internationale Bevölkerungsstruktur auf. Diese demografischen Rahmenbedingungen bilden eine zentrale Grundlage für die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum und prägen den Immobilienmarkt nachhaltig.
Als innerstädtisch geprägter Bezirk mit guter ÖPNV-Anbindung, hoher Dichte und einer Mischung aus klassischen Altbauquartieren und Nachkriegsbebauung positioniert sich Neukölln zwischen etablierten Investmentlagen und weiterem Entwicklungspotenzial.
Die aktuellen Angebots- und Abschlussdaten zeigen dabei, dass sich der Markt nach den volatilen Vorjahren spürbar stabilisiert hat und wieder stärker von wirtschaftlichen Fundamentalfaktoren geprägt ist.

Angebotsmieten: Deutlicher Anstieg seit 2020

 
Zwischen 2020 und 2026 sind die Angebotsmieten für Bestandswohnungen in Berlin-Neukölln deutlich gestiegen. Lag das Mietniveau 2020 noch bei 10,88 EUR/m², erreichen die Angebotsmieten 2026 17,59 EUR/m². Trotz zwischenzeitlicher Abschwächungen in den Jahren 2024 und 2025 zeigt der Vergleich eine klare langfristige Aufwärtsentwicklung.
Im Neubausegment stiegen die Angebotsmieten von 16,53 EUR/m² im Jahr 2020 bis auf ein Hoch von 25,31 EUR/m² im Jahr 2023. Anschließend kam es zu einer Korrektur, sodass die Neubau-Mieten 2026 bei rund 23,05 EUR/m² liegen. Insgesamt verdeutlicht der Zeitraum von 2020 bis 2026 die strukturelle Stärke des Mietmarktes, bei zugleich zunehmender Preissensibilität im Neubau.

 

Eigentumswohnungen: Höheres Preisniveau bei geringerer Dynamik

 
Auch bei den Angebotspreisen für Eigentumswohnungen zeigt der Vergleich von 2020 zu 2026 eine klare Wertsteigerung. Bestandswohnungen verteuerten sich von 4.266 EUR/m² im Jahr 2020 auf 5.403 EUR/m² im Jahr 2026. Nach starken Zuwächsen bis 2022 folgte eine Phase der Marktanpassung, bevor sich die Preise zuletzt stabilisierten.
Neubauwohnungen lagen 2020 bei 6.070 EUR/m² und erreichten 2026 ein Niveau von bis zu 8.459 EUR/m². Nach den dynamischen Jahren ist auch hier eine Normalisierung erkennbar. Der langfristige Vergleich zeigt, dass Neukölln weiterhin zu den Bezirken mit nachhaltigem Wertzuwachs gehört.
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Transaktionsmarkt: Spürbare Belebung bei Mehrfamilienhäusern

 
Im vierten Quartal 2025 stieg die Anzahl der Kauffälle von Mehrfamilienhäusern sowie Wohn- und Geschäftshäusern in Berlin-Neukölln gegenüber dem vierten Quartal 2024 um 20,4 Prozent. Bereits in den Vorquartalen war eine zunehmende Marktaktivität zu beobachten, die sich zum Jahresende deutlich beschleunigte.

Parallel dazu nahm der Geldumsatz erheblich zu. Im Vergleich von Q4 2025 zu Q4 2024 stieg das Transaktionsvolumen um 119,2 Prozent. Während in den Vorjahren teils deutlich niedrigere Umsätze registriert wurden, erreichte der Markt 2025 wieder ein signifikant höheres Volumen. Diese Entwicklung weist auf eine Rückkehr größerer Transaktionen und ein gestiegenes Vertrauen der Marktteilnehmer hin.

 

Objekt- und Quadratmeterpreise: Selektiveres Investorenverhalten

 
Die steigende Transaktionsdynamik spiegelt sich auch in den Objektkaufpreisen wider. Der durchschnittliche Objektkaufpreis für Mehrfamilienhäuser sowie Wohn- und Geschäftshäuser erhöhte sich im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal um 50,7 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass vermehrt größere Objekte oder wirtschaftlich attraktivere Bestände gehandelt wurden.

Bei den durchschnittlichen Quadratmeterkaufpreisen ergibt sich ein differenziertes Bild. Während die Quadratmeterpreise für Mehrfamilienhäuser im Vergleich von 2025 zu 2024 um 9,2 Prozent zurückgingen, stiegen sie bei Wohn- und Geschäftshäusern im selben Zeitraum um 33,6 Prozent. Diese Entwicklung verdeutlicht ein zunehmend selektives Investorenverhalten, bei dem Nutzungsmischungen und zentrale Lagen stärker gewichtet werden. Sie spielen mit dem Gedanken Ihr Mehrfamilienhaus zu verkaufen? Wir beraten Sie gerne.

Einordnung und Ausblick

 
Mit einem Zinshaus-Transaktionsvolumen von 94,4 Millionen Euro im vierten Quartal 2025 positioniert sich Berlin-Neukölln im Bezirksvergleich im soliden Mittelfeld der Berliner Wohninvestmentstandorte. Nach Jahren außergewöhnlicher Dynamik und anschließender Zurückhaltung zeichnet sich ein Marktumfeld ab, das zunehmend von höherer Transparenz, realistischeren Preisvorstellungen und einer differenzierteren Bewertung einzelner Segmente geprägt ist.

Für Investoren ergibt sich daraus ein Markt, in dem Fundamentalfaktoren wie Lagequalität, Objektzustand, Nutzungskonzepte und nachhaltige Ertragsfähigkeit stärker in den Vordergrund rücken als kurzfristige Preisdynamiken. Die Phase der Marktberuhigung führt dazu, dass Preisfindung und Transaktionsprozesse wieder stärker wirtschaftlichen Kriterien folgen und damit insbesondere für langfristig orientierte Investoren neue Handlungsspielräume entstehen.

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