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Wohninvestmentmarkt bleibt stabil, Investoren werden selektiver

Das neue Wohninvestmentbarometer 1/2026 zeigt: Der Wohninvestmentmarkt bleibt stabiler, als es die aktuellen Debatten vermuten lassen. Mehr als 70 Prozent der Befragten bewerten die Investitionsmöglichkeiten bei Bestandsimmobilien weiterhin als mittel bis sehr gut. Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet außerdem mit stabilen oder steigenden Kaufpreisen.

Der Schick Wohninvestment-Index liegt im ersten Halbjahr 2026 bei 50,4 Punkten. Damit zeigt er weiterhin eine grundsätzlich stabile Markteinschätzung. Wohnimmobilien bleiben für Investoren ein verlässliches Investment. Die Marktteilnehmer achten zugleich stärker auf die Rahmenbedingungen, von Zinsen und Inflation bis zu anhaltenden Regulierungsdebatten.

Der Wohninvestmentmarkt bleibt damit tragfähig. Entscheidend sind gute Lagen und klare Strategien.

Ankäufe bleiben geplant, Bestandshaltung dominiert

Bei den Preiserwartungen zeigt sich eine vorsichtigere Einschätzung als noch im Herbst 2025. Fast 59 Prozent der Befragten erwarten stabile bzw. leicht steigende Kaufpreise. 34,5 Prozent erwarten leicht fallende und 6,9 Prozent stark fallende Kaufpreise. Das spricht nicht automatisch für einen erneuten Preisverfall, sondern für eine konservativere Bewertung des Marktumfelds.

Auch die Strategien zeigen, dass der Markt weiter in Bewegung bleibt. Rund 43 Prozent der Befragten planen in den kommenden zwölf Monaten neue Ankäufe. Fast jeder zweite Marktteilnehmer will seine Bestände halten und weiterentwickeln. Die langfristige Bestandshaltung bleibt mit rund 70 Prozent die dominierende Strategie.

Rahmenbedingungen bleiben entscheidend

Die größere Vorsicht der Investoren zeigt sich vor allem beim Blick auf die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Weitere Verschärfungen des Mietrechts bleiben aus Sicht der Befragten das größte Risiko für den Wohninvestmentmarkt. Gleichzeitig gewinnen Zinsen und Inflation wieder an Bedeutung.

Das ist kein Widerspruch zur Stabilität des Marktes. Es zeigt vielmehr: Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch, Bestände bleiben werthaltig, aber Investoren achten stärker darauf, ob Regeln verlässlich bleiben und Finanzierungen tragfähig kalkuliert werden können.

Auch Berlin bestätigt dieses Bild. Die Hauptstadt wird weiterhin mehrheitlich als attraktiver Standort bewertet, zugleich prägen politische Rahmenbedingungen die Einschätzung stärker als in anderen Märkten.

Sanierung bleibt auf der Agenda

Einen konstruktiven Akzent setzt der Blick auf energetische Sanierungen. Rund 31 Prozent der Befragten planen, ihre Immobilien in den kommenden drei bis fünf Jahren energetisch zu sanieren.

Gleichzeitig entscheidet sich mit rund 54 Prozent weiterhin die Mehrheit dafür, zunächst abzuwarten. Knapp 15 Prozent würden sich wegen hoher Sanierungskosten eher von einzelnen Objekten trennen. Auch hier zeigt sich das Grundmuster des Barometers: Die Marktteilnehmer sind bereit zu handeln, brauchen dafür aber klare Rahmenbedingungen, planbare Förderung und wirtschaftlich tragfähige Konzepte

Ein Markt für selektive Entscheidungen

Das Wohninvestmentbarometer 1/2026 zeigt einen Markt, der stabil bleibt und stärker nach Qualität, Lage und Planbarkeit unterscheidet. Investoren bleiben aktiv, treffen Entscheidungen aber selektiver und mit genauerem Blick auf die Rahmenbedingungen.

Für Käufer und Eigentümer bedeutet das: Der Wohninvestmentmarkt bleibt ein Chancenmarkt für gut vorbereitete Entscheidungen. Wer heute handelt, braucht klare Kriterien, belastbare Zahlen und ein gutes Verständnis für Markt und Regulierung.

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