25. September 2025

Berlins landeseigene Immobilien mit Sanierungsstau von rund acht Milliarden Euro

Einen Einblick in den Zustand der Bausubstanz der landeseigenen Immobilien von Berlin gab die Geschäftsführerin der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), Birgit Möhring, bei einem Pressetermin im Mai. Den Sanierungsstau beziffert sie auf rund 8,3 Milliarden Euro. Allein die erforderlichen Maßnahmen für energetische Sanierungen machen einen Stau von 2,7 Milliarden Euro aus, so Möhring. Gleichzeitig reiche das Budget der BIM nicht dafür, nur die energetischen Sanierungen umzusetzen, um bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Das von der Bundesregierung festgelegte Ziel für die Klimaneutralität Deutschlands sei nur zu erreichen, wenn das Baubudget von rund 305 Millionen Euro im Jahr 2025 um jährlich etwa 154 Millionen Euro ergänzt werden würde, so das Ergebnis einer Sonderprüfung des Landesrechnungshofs von 2024, auf die sich Möhring beruft. Akuter Handlungsbedarf mit Schließung einiger Standorte sei dann erforderlich, wenn diese Finanzierungslücke nicht geschlossen werden könne, so die BIM-Geschäftsführerin. Gleichzeitig sei bekannt, welche Gebäude den dringendsten Bedarf hätten und zuerst saniert werden müssten. Da die Haushaltslage Mieterhöhungen bei den landeseigenen Immobilien für Berliner Behörden nicht ermögliche, wolle man die Einnahmenseite mittels Krediten verbessern.