IW Köln: Eigenheim in Berlin nicht erschwinglich
Der Kauf eines Hauses in Berlin mit Finanzierung über einen Kredit sei so unerschwinglich wie in kaum einem anderen Bundesland, so das Ergebnis eines Gutachtens des Instituts für Deutsche Wirtschaft (IW) im Auftrag des Kreditvermittlers Interhyp. Im Bundesländervergleich landete Berlin auf dem vorletzten Platz vor Bayern. Zwar habe sich die Erschwinglichkeit in allen Bundesländern seit April 2023 verbessert, aber dennoch bleibe der Hauskauf in hochpreisigen Regionen mit Herausforderungen verbunden. Auch in Berlin habe sich die Erschwinglichkeit gegenüber April 2023 um 14 Prozent verbessert, allerdings sorge die hohe Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot dafür, dass Preise in die Höhe getrieben werden, so Michael Voigtländer vom IW. Das fehlende Eigenkapital, das gerade junge Familien häufig nicht erbringen können, sei ein Grund dafür, dass sich weniger Menschen ein Eigenheim leisten können, so der Experte, und fordert dringend benötigte politische Impulse. Deutlich schlechter sei die Lage allerdings im Speckgürtel Berlins beziehungsweise den angrenzenden Brandenburger Landkreisen. Während die Häuser in Potsdam laut Gutachten am unerschwinglichsten in der Umgebung sind, seien die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Havelland, Dahme-Spreewald oder Oberhavel immer noch weniger erschwinglich für den Hauskauf als Berlin.