28. August 2024

Kaufpreise fallen im zweiten Quartal in Berlin, Neubau-Mieten steigen weiter

Im zweiten Quartal 2024 sind die Preise für Bestandswohnungen nach Zahlen der Immobilienplattform Immowelt in Deutschland um 0,3 Prozent gestiegen. Die Immobilienpreise bewegen sich nun etwa auf Vorkrisenniveau, wie Immowelt-Geschäftsführer Piet Derriks kommentiert: „Wir sehen, dass sich der Markt für Kaufimmobilien nach zwei Jahren Krisenmodus seit Anfang dieses Jahres merklich erholt. Hauptgrund dafür ist, dass Finanzierungen leichter zu stemmen sind als im vergangenen Jahr.“ Da weitere Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank in Aussicht seien, geht Derriks davon aus, dass die Preise im Jahresverlauf weiter steigen werden. Dennoch verliefen die Preisentwicklungen für Bestandswohnungen in den einzelnen deutschen Städten sehr ambivalent. Während in Frankfurt am Main im ersten Quartal ein Anstieg von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal verzeichnet wurde, fielen die Preise im zweiten Quartal um 0,6 Prozent. In Stuttgart war es umgekehrt: Dort sanken die Preise im ersten Quartal um 0,8 Prozent, um im zweiten Quartal um 3,6 Prozent anzusteigen. Lediglich in Berlin sanken die Preise zwei Quartale in Folge, zuletzt um 0,2 Prozent. Grund dafür sei, dass sich das hohe Preisniveau deutlich später und weniger stark absenkte und sich nun stärker an den Markt anpasst. Anders sieht es bei den Mietpreisen für Neubauwohnungen aus. Nach Zahlen von Immoscout24 ist nach München nicht mehr Hamburg oder Frankfurt am Main am teuersten, sondern Berlin. Mit einer Miete von 19,62 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt sichert sich Berlin den zweiten Platz.