13. März 2025

Kaufpreise stagnieren deutschlandweit, doch Berliner Preise und Mieten bleiben im Aufwärtstrend

Es sind ambivalente Entwicklungen, die den deutschen und den Berliner Immobilienmarkt treiben. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vermeldet in seinem neuen Wohnindex, dass die Kaufpreise für Immobilien zum Jahresende in Deutschland weitestgehend gleich geblieben sind – im Gegensatz zu den die Neuvertragsmieten. Diese seien im bundesdeutschen Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr um rund 4,7 Prozent gestiegen. Deutlich dynamischer sieht es dagegen in Berlin aus, wo das IW im selben Zeitraum ein Plus von 8,5 Prozent bei den Neuvertragsmieten verzeichnete. Grund dafür sei der nach wie vor knappe Wohnraum, der besonders in großen Städten und beliebten Lagen wie Berlin zu erhöhter Mietnachfrage und damit steigenden Mieten führe. Ein differenzierteres Bild zeichnet das ImmoScout24-WohnBarometer, welches den Quadratmeterpreis einer Berliner Neubauwohnung durchschnittlich mit 6.575 Euro beziffert. Für das Jahresende 2024 gibt das Barometer einen Anstieg der Neubaupreise in Berlin um 1,4 Prozent gegenüber dem dritten Quartal und um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Bestandswohnungen dagegen kommen auf durchschnittlich 4.643 Euro für den Quadratmeter und einen Preisanstieg von 2,1 Prozent im Jahresvergleich. Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24, begründet die steigenden Kaufpreise mit einer zuvor noch nicht beobachteten Nachfrage: „In den Metropolen und Großstädten erreicht die Kaufnachfrage neue Rekordwerte, die die Nachfrage während der Niedrigzinsphase Anfang 2021 sogar noch überschreiten.“