Landeseigene Wohngesellschaften erhöhen Mieten für 90.000 Wohnungen in Berlin
Am Montag, den 07. Oktober, teilte Stephan Machulik (SPD), Staatssekretär für Wohnen, dem Stadtentwicklungsausschuss mit, dass die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften bei mehr als 90.000 Wohnungen in Berlin die Mieten erhöhen wollen. Rund 20.000 Wohnungen der Degewo, 27.900 Wohnungen der Howoge, 12.5000 Wohnungen der Gesobau und 12.200 Wohnungen der WBM seien betroffen. Die Mieterhöhungen fallen im Durchschnitt um knapp acht bis neun Prozent aus, so der Staatssekretär. Gemessen am gesamten Wohnungsbestand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sei die vorgeschriebene Grenze von 2,9 Prozent maximaler Preissteigerung im Jahr nicht überschritten. Im Falle der Gewobag, deren Mieterhöhungen bereits im Vorfeld bekannt wurden, werden die Mieten für circa 20.000 Wohnungen um durchschnittlich 8,3 Prozent bzw. 32 Euro pro Monat angehoben. Mieter von besonders großen Wohnungen erwarten Erhöhungen von bis zu 207,33 Euro. Nachdem nach dem Scheitern des Berliner Mietendeckels die Mieten des eigenen Bestands durch das Land eingefroren wurden, hatten sich die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften im Herbst 2023 mit dem schwarz-roten Berliner Senat darauf geeinigt, ab 2024 die Mieten erhöhen zu dürfen. Angesichts wachsender Schulden, die sich bereits Ende 2021 auf knapp 17 Milliarden Euro beliefen, und seitdem nie wieder kommuniziert wurden, scheint es sich um notwendige Maßnahmen zu handeln.