Verschärfter Wohnungsmangel in Berlin erwartet
Im Rahmen eines Wohnungsmarktbarometers der Investitionsbank Berlin (IBB) wurden rund 200 Immobilienexperten befragt, die unter anderem bei Wohnungsunternehmen, Banken, Hausverwaltungen, Immobilienmaklern, in der Wissenschaft oder der Politik tätig sind. Der Umfrage zufolge rechnen die Branchenfachleute mit einem weiteren Angebotsrückgang bei Berliner Mietwohnungen, gerade im unteren bis mittleren Preissegment. Die angespannte Lage auf dem Mietmarkt werde vor allem durch das zu niedrige Angebot verursacht. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage finde sich erstmals seit langer Zeit im obersten Preissegment ab Nettokaltmieten von 20 Euro für den Quadratmeter. Besonders nachgefragt werden laut Umfrage mittelgroße Wohnung mit einer Wohnfläche zwischen 70 und 100 Quadratmetern, die insbesondere im unteren und mittleren Preissegment fehlen. Zusätzlich verschärft werde die Lage durch den zunehmenden Rückgang des Angebots an Sozialwohnungen. Gründe für den anhaltenden Mangel an Wohnraum in Berlin seien nach Angaben der Experten vor allem die hohen Baukosten, dazu kommen Auflagen, lange Baugenehmigungsverfahren sowie strenge Regeln für den Mieterschutz, welche private Investoren abschrecken.