28. August 2024

Zensus-Ergebnisse liegen vor: Berliner Leerstand und Mietbelastung

Die Daten des Zensus 2022 liegen nun vor, welcher auf Daten aus der stichprobenartigen Befragung von zwölf Prozent der Bevölkerung basiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) beantworteten darüber hinaus 23 Millionen Eigentümer Fragen zu ihren Immobilien im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung. Auch etwa 8.000 Immobilienunternehmen waren teil der Befragung. Ein wesentliches Ergebnis ist dabei der nationale Leerstand, der sich zum Stichtag der Zensus-Befragung vom 15. Mai 2022 auf rund 1,9 Millionen Wohnungen belief. Die Leerstandsquote beträgt damit nach Berechnungen von Destatis 4,3 Prozent in Deutschland. Trotz des Wohnungsmangels, der gerade urbane Ballungsräume umtreibt, stehen in mehreren deutschen Großstädten tausende Wohnungen leer. Während es in Berlin mehr als 40.000 Wohnungen sind, kommt München auf mehr als 20.000 und Hamburg sowie Leipzig auf etwas weniger als 20.000. 55 Prozent der Wohnungen auf nationaler Ebene stehen mehr als ein Jahr leer, 38 Prozent waren in den folgenden drei Monaten wieder bezugsfertig. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen hatten mit 52 bis 61 Prozent an schnell verfügbaren Wohnungen höhere Quoten als der nationale Durchschnitt. 24 Prozent der leerstehenden deutschen Wohnungen sollten modernisiert oder saniert werden, sieben Prozent standen für den Verkauf oder Eigenbedarf leer und für lediglich vier Prozent war der Abriss geplant. Der Leerstand in Berlin ist seit dem letzten Zensus gesunken: 2011 standen noch etwa 66.000 Wohnungen leer. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis der Bestandsmieten in Berlin liegt für 2022 bei 7,67 Euro und ist damit niedriger als in München, Stuttgart oder Frankfurt am Main. Auch die Mietbelastungsquote, der Anteil der Miete am Haushaltsnettoeinkommen, ist mit 27,2 Prozent in Berlin niedriger als im Bundesdurchschnitt von 27,8 Prozent.