2. Dezember 2025

Das neue Wohninvestment-Barometer: Was bedeutet der Rekordindex?

Der neue Schick Wohninvestment-Index liegt auf Rekordniveau. Mit 59,6 Punkten erreicht er den höchsten Stand seit Beginn unserer Erhebung und zeigt, dass der Markt seine Phase der Unsicherheit endgültig hinter sich gelassen hat. Der Index fasst die zentralen Ergebnisse der Befragung zusammen, von Preisentwicklung über Investitionschancen bis hin zu Kauf- und Verkaufsstrategien. Mit dem neuen Höchststand bestätigt der Index das, was sich bereits in vielen Gesprächen abgezeichnet hat.

Noch deutlicher wird dieses Bild, wenn man in die detaillierten Ergebnisse des Wohninvestment-Barometers blickt. Die bundesweite Befragung unter mehreren tausend institutionellen und privaten Investoren zeigt nahezu deckungsgleich, was der Index in einer Zahl verdichtet: Die Marktteilnehmer bewerten das aktuelle Wohninvestmentumfeld deutlich positiver als in den Vorjahren.

Gleichbleibende oder steigende Kaufpreise erwartet
Über 80 Prozent der Investoren rechnen mit stabilen oder steigenden Preisen. Noch vor zwei Jahren erwartete die Mehrheit fallende Werte. Dieses Szenario ist heute weitgehend verschwunden. Die Investoren haben das neue Preisniveau akzeptiert.

Rund 60 Prozent der Befragten planen außerdem neue Ankäufe. Das zeigt eine Aktivität, die wir lange nicht gesehen haben: Käufer und Verkäufer bewegen sich wieder näher aufeinander zu, Preisvorstellungen sind realistischer geworden, und das Vertrauen in die eigene Einschätzung wächst.

 

Investitionen werden wieder möglich
Der Stimmungsumschwung zeigt sich deutlich bei der Einschätzung der Investitionschancen. 85 Prozent der Befragten sehen die aktuelle Marktlage als neutral bis positiv.

Das ist mehr als eine Momentaufnahme: Käufer und Verkäufer nähern sich in ihren Erwartungen an, die Spreizung zwischen Angebots- und Nachfragepreisen schrumpft. Diese Marktbalance hatten wir seit Jahren nicht.

 

Strategien ändern sich
81 Prozent der Befragten wollen ihre Bestände langfristig halten. Gleichzeitig rückt die Value-Add-Strategie stärker in den Vordergrund. Eigentümer wollen ihre Objekte aktiver weiterentwickeln, statt kurzfristig zu veräußern.

Zurück geht hingegen die Bereitschaft zu kostenintensiven energetischen Sanierungsmaßnahmen. 62 Prozent der Befragten warten, bis die politischen Vorgaben klarer definiert sind. Das liegt nicht an fehlendem Interesse, sondern an mangelnder Planungssicherheit.

Über 60 Prozent der befragten Marktteilnehmer wollen in den nächsten 12 Monaten Immobilien erwerben:

 

Politik bleibt das größte Fragezeichen
Eine Konstante bleibt bestehen: Die Politik ist das strukturelle Top-Risiko. Über 85 Prozent der Befragten sehen mögliche mietrechtliche Verschärfungen als größte Gefahr.

Ökonomische Faktoren wie Zinsen oder Konjunktur werden weiterhin beobachtet, haben aber an Schärfe verloren. Verunsicherung entsteht vor allem durch politische Eingriffe, deren Zeitpunkt und Ausgestaltung schwer vorhersehbar sind.

 

Berlin: Sondersituation im Guten wie im Schlechten
Berlin gehört dabei für die bundesweit befragten Investoren klar zu den attraktivsten Standorten des Wohninvestmentmarkts. Rund 60 Prozent schätzen die Hauptstadt als attraktiv oder sehr attraktiv ein, obwohl die politischen Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd bleiben. Für 45 Prozent der Befragten ist das Bevölkerungswachstum entscheidend, gefolgt von den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Stärken der Stadt. Gleichzeitig weisen 44 Prozent auf die politischen Rahmenbedingungen und knapp 33 Prozent auf die Sorge vor der Diskussion um die sogenannte „Vergesellschaftung“ hin.

„Berlin vereint damit positive Fundamentaldaten und politische Spannungsfelder wie kaum ein anderer Markt. Die politischen Risiken sind bekannt, aber sie sind eingepreist. Wer in Berlin investiert, setzt bewusst auf das Longgame.

 

Hier geht es zur vollständigen Auswertung unseres neuen Wohninvestmentbarometers 2/2025